Pressespiegel

"Lenne lebt" erobert  die Herzen im Sturm

Altenaer Kreisblatt

Montag, den 08.07.2019

 

Lenne lebt: Das war ein Fest für die ganze Familie 

                    Gemeinsam musizierte der MGV "Frohsinn" mit dem MGV Wiblingwerde    © Fischer-Bolz

VON SUSANNE FISCHER-BOLZ

 Nachrodt-Wiblingwerde
Welch ein schönes Leben an der Lenne: bummeln, an jeder Ecke plaudern, Köstlichkeiten aller Art probieren, Freunde treffen, Musik hören und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. Die Kinder toben umher, werfen sich an die Klettwand oder treten an der ungewöhnlichen Rutsche gegeneinander an. Es fehlen nur der Sandstrand und ein kleiner Temperaturanstieg zum allergrößten Glück. "Lenne lebt" ist auch bei der sechsten Auflage eine Veranstaltung, die die Herzen im Sturm erobert.
    Ein bisschen frisch war es tatsächlich. "Dicke" Wolken am Himmel, dicke Socken sehnte sich so manch ein Standbetreiber herbei. "Das Wetter hält sich bestimmt", meinte Bürgermeisterin Birgit Tupat zuversichtlich, als die ersten Tropfen fielen. Schließlich kam tatsächlich die Sonne zaghaft heraus. Und mit ihr strömten die Besucher, um an der Lenne zwischen Rastatt und Sparkasse einen herrlichen Tag zu verleben.
    Kasperletheater für die kleinsten Besucher
Bereits zum Gottesdienst, den der ökumenische Kreis vorbereitet hatte, waren viele Besucher gekommen. "Alles hat seine Zeit", so das Thema, für das 15 Mädchen und Jungen beim Kinderaktionstag Lieder einstudiert und Collagen gemalt hatten. Kathrin Richter und Pastor Wolfgang Kube führten mit den Kindern durch den Gottesdienst, bevor die vielen Mitglieder der Vereine und Verbände ihre Stände öffneten. Ein Kasperletheater gab es erstmals bei Lenne lebt. 
    Alle Mitwirkenden waren schon etliche Stunden zuvor mit den Vorbereitungen beschäftigt gewesen, hatten Kuchen über Kuchen gebacken, Fingerfood vorbereitet, Hähnchenflügel gegrillt, Erbsensuppe gekocht und die Stände mit liebevollen Dekorationen versehen. Die Mitarbeiter des Bauhofes hatten den Platz vorbereitet, Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz, der sich federführend um die Organisation gekümmert hatte, fand tatkräftige Hilfe bei Ronny Sachse und Aykut Aggül. Letzterer hatte übrigens erstmals für "Lenne lebt" ein Kasperletheater für die kleinsten Besucher vorbereitet, bei dem er auch selbst neben Sila und Hazal Aggül mitspielte. "Die Requisiten haben wir von der Awo-Kita bekommen", bedankte sich Aykut Aggül für die witzigen Handpuppen.
    Über die Nachrodter Brücke musst du gehen
Eine sehr beeindruckende Vorstellung boten die Sänger des MGV Frohsinn und des MGV Wiblingwerde. Getrennt, aber dann auch mit drei Liedern gemeinsam, zeigten sie, wie stimmgewaltig ein vereinter Chor sein kann.
 
Heinrich Mainka dirigierte die Lieder "Rote Rosen" (bei dem die Gäste voller Freunde schunkelten), "Der Wanderer" und "Über sieben Brücken musst du gehen". Spitzfindig hatten die Sänger die Nachrodter Lennebrücke in das Lied eingebaut, wobei die "sieben dunklen Jahre" im Text geradezu passend daher kamen.
    Richtig rockig wurde es mit der Band Noise Department aus Wuppertal. Sänger Martin Grünert, übrigens der Schwager von Christian Pohlmann, freute sich, in Nachrodt zu sein. "Lenne lebt unterstützen wir gern", so der Frontmann der Band, die allen mehr als gefiel. "Lenne lebt" war erneut ein Fest für die Bürger von den Bürgern.
    "Es wird von den Ehrenamtlichen organisiert, und es gibt den Vereinen die Chance, etwas für die eigene Kasse zu tun. Es ist sicher nicht verwerflich, das auch so zu sehen", meinte Ronny Sachse, Vorsitzender des Kulturschocks, der den Bierstand betrieb.
    Und sonst? Das Team Gartenhallenbad bot Currywurst/Pommes, die CDU verschiedene Sorten Eis, die Sparkasse Cocktails, das Café Klunterbunt Reibekuchen und Kaffee, die Sekundarschule alkoholfreie Cocktails und Obstspieße, die Rettungshundestaffel Steaks, die UWG Pizzawaffeln und Kuchen, Aykut & Friends Crêpes, die Ditib Gemeinde türkische Spezialitäten, der Heimatverein gemeinsam mit dem Bürgerbusverein und dem Turnverein Wiblingwerde Erbsensuppe, Lenneburgunder und Kinderspiele, der Förderverein der Feuerwehr Nachrodt Kuchen und Burger. "Heute rühren wir nicht die Werbetrommel, heute freuen wir uns auf die Gespräche und die Gemeinschaft", meinte Sylvia Murza vom Förderverein der Feuerwehr.

 

 

  

Heimat ist Pommern, Zuhause ist Nachrodt

Altenaer Kreisblatt

Freitag, den 07.06.2019

Fritz Mattke feiert 90. Geburtstag
Vom Wunschberuf Musiker zum eigenen Friseursalon

 

Fritz Mattke (vorn sitzend) mit den Gratulanten zu seinem 90. Geburtstag am Cafe Klunternbunt.
                                                                                                                      
Foto Susanne Fischer-Bolz

VON SUSANNE FISCHER-BOLZ

Nachrodt-Wiblingwerde
"Mach was Schönes aus diesem Tag", singen die Männer vom MGV "Frohsinn" - und Fritz Mattke lauscht mit einem Lächeln. Seine Freunde bringen ihm zum 90. Geburtstag ein Ständchen am Cafe Klunterbunt, wo sich 35 Gäste eingefunden haben. "Wollt Ihr mir Euer Beileid aussprechen", witzelt der Jubilar, als er viele Geschenke entgegennimmt. Tatsächlich gibt es nur Grund zur Freude. Denn Fritz Mattke ist umringt von einer Schar Menschen, die ihm sehr nahe stehen: darunter sein Sohn, seine Tochter, fünf Enkel und drei Urenkel, die Sänger vom Frohsinn und viele Freunde.
     Fritz Mattke ist kein Nachrodter Urgestein, auch wenn er schon Jahrzehnte in der Doppelgemeinde lebt. Geboren in einem Dorf in der Nähe von Stargard im heutigen Polen, hatte er gerade zwei Jahre als Friseur gelernt, als er kurz vor Kriegsende im Januar 1945 eingezogen wurde. Eigentlich wollte er Musiker werden und hatte auch direkt nach der Schule in Stettin die Musikschule besuchen dürfen, die eine Tante für ihn bezahlte. Doch dann wurde diese bei einem Luftangriff getötet, so dass der junge Fritz keinen Geldgeber mehr hatte. Dann also Friseur. Als er eingezogen wurde, war der Krieg fast zu Ende. Und doch fanden viele seiner Kameraden den Tod. "In unserer Einheit waren 45 Jungs. Ich bekam zwei Tage Urlaub, um meine Mutter und Geschwister zu besuchen. Als ich zurückkehrte, waren fast alle tot, im Stettiner Haff versenkt", erinnert sich Mattke. Der Schmerz der Erinnerung sitzt tief.
    Nach Kriegsende fand Fritz Mattke seine geflohene Familie in Mecklenburg-Vorpommern wieder. "Ich musste dort bleiben, bis mein Vater im April 1946 aus der Gefangenschaft in Frankreich kam." Da ihm noch ein Jahr fehlte, beendete Fritz Mattke seine Lehre zum Friseur.
    Mit der DDR, die Mattke aus Überzeugung auch heute noch Ostzone nennt, war er politisch nicht einverstanden. "Das hatte mit Demokratie ja nichts zu tun", sagt der Jubilar, der später eineinhalb Jahre in Berlin war, als anerkannter Flüchtling ausgeflogen wurde und in der Nähe von Worms landete. Sein bewegtes Leben führte ihn schließlich nach Trier. Luxemburger Unternehmen kamen. Sie suchten deutsche Arbeitskräfte. So hat Fritz Mattke von 1953 bis 1960 in Luxemburg gearbeitet.
    In dieser Zeit gründete er auch seine Familie. Gemeinsam wechselten die Mattkes nach Plettenberg, wo der Jubilar als Geselle bei einem Friseur arbeiten konnte. Um den Meister im Friseurhandwerk zu machen, besuchte er in Dortmund die Schule. Die Altmeister, die ihr Gewerbe aufgeben wollten, kamen dorthin. Ein Wink des Schicksals, denn nur deshalb übernahm Fritz Mattke das Friseurgeschäft an der Ehrenmalstraße in Nachrodt. Das war 1964. 20 Jahre führte er den Salon, bis eine Herzerkrankung den Schlussstrich zog. "Das habe ich gut weggesteckt", erzählt Fritz Mattke an seinem Ehrentag. Drei Wirbelsäulenbrüche machen ihm jedoch ordentlich zu schaffen.
   
Seinem Lieblingshobby ist er immer treu geblieben: dem Singen. 50 Jahre ist er schon der zweite Bass beim MGV Frohsinn.
    Gern würde er noch einmal seine Heimat besuchen. "Vor zehn Jahren war ich das letzte Mal dort", sagt Fritz Mattke. Die Heimat, das wird für ihn immer Hinterpommern bleiben. Aber sein Zuhause, das ist Nachrodt.

 

 

  

Rappelvolle Festhalle bei den Oesetalerinnen

Iserlohner Kreisanzeiger

Montag, den 01.04.2019

Beim Frühlingssingen freuen sich Kita und Grundschule
über jeweils 550 Euro der Vereinsgemeinschaft

Der Oesetaler Frauenchor unter der Leitung von Heinrich Mainka
eröffnete das Konzert und bewirtete die vielen Gäste in der vollen Festhalle

 

.......hier der MGV "Frohsinn" Nachrodt

Becke
Der Frühling musste in diesem Jahr nicht erst herbeigesungen werden, er gab rechtzeitig zum 31. Frühlingssingen des Oesetaler Frauenchores sein Stelldichein mit strahlendem Sonnenschein und schon sommerlichen Temperaturen, letztere auch in der rappelvollen Festhalle Becke.
    Das Frühlingssingen gehört mittlerweile zu den traditionsreichsten Chorveranstaltungen in der Felsenmeerstadt. Nach der Gründung im Jahr 1986 wagten sich die Oesetalerinnen im Frühjahr 1988, ihre erste eigene Veranstaltung auszurichten. Die Premiere war gleich ein Erfolg und entwickelte sich zu einem Freundschaftssingen und echtem Besuchermagneten. So konnte die Vorsitzende Doris Papke am Samstag wieder Gastchöre und viele Zuhörer begrüßen.

Vier Gastchöre gestalteten musikalischen Nachmittag.


Der Oesetaler Frauenchor unter der Leitung von Heinrich Mainka eröffnete mit "Heaven is a wonderful place" den bunten Melodienreigen und spannte die jüngsten Gäste nicht zu lange auf die Folter.
    Die Kinder der Kindertagesstätte Becke und der Oesetalschule fieberten ihrem Auftritt entgegen. Mit Liedern wie "Immer wieder kommt ein neuer Frühling" oder "Stups, der kleine Osterhase" brachten die Kinder den musikalischen Frühling in die Halle.
    Stolz hielten die Kinder auch zwei große Schecks über jeweils 550 Euro. Die Vereinsgemeinschaft Becke spendete den Erlös des Scheunenadvents an Kita und Schule. Schulleiter Norbert Stirnberg dankte für die verlässlicher Partnerschaft Vizebürgermeister Wolfgang Römer lobte das ehrenamtliche Engagement in der Becke und bat die Vereinsgemeinschaft, sich auch bei den Planungen für den Umbau von Gerätehaus und Halle aktiv mit einzubringen.
    Das bunte Nachmittagsprogramm gestalteten der MGV Frohsinn Nachrodt und der Kolpingchor Letmathe, beide unter der Leitung von Heinrich Mainka, sowie der Kirchenchor Landhausen und der MGV Oese unter Viktoria Ibsen. Als fürsorgliche Gastgeberinnen bewiesen sich einmal mehr die Oesetalerinnen, nicht nur mit einem riesigen Kuchenbüfett
                                                                                                                                                       von Ralf Engel

 

  

Lüdenscheider Sängerkreis zeichnet Jubilare aus

Lüdenscheider Nachrichten

Samstag, den 23.02.2019

Friedhelm Kettling und Rudolf Sonnabend für 65 Jahre Treue zum Gesang geehrt

Gruppenbild mit Damen: In Plettenberg wurden treue Sänger ausgezeichnet.                                                                                     Foto: Damschen

Die Geehrten
25 Jahre Singetätigkeit: Ingrid Padur, Ilona Schmidt, Petra Till-Schmidt und Elga Wolf (alle Cantabile)
40 Jahre: Ewald Blaß, MGV Othlinghausen, Winfried Brüggendick, Dieter Danz MGV "Frohsinn" Nachrodt
50 Jahre: Peter Deimel, Lüdenscheider Männerchor, Erich Will MGV "Frohsinn" Nachrodt
60 Jahre: Rudolf Schewe, Lüdenscheider Männerchor, ebenso Karl Stute
65 Jahre: Friedhelm Kettling, Lüdenscheider Männerchor, ebenso Rudolf Sonnabend
20 Jahre Vorstandsarbeit: Sascha Benner, Lüdenscheider Männerchor und Helmut Wever MGV Othlinghausen
25 Jahre: Stefan Schmid, MGV Othlinghausen und Wilhelm Schulte, Gemischter Chor Harmonie

Plettenberg / Lüdenscheid
Wären die S(w)ingin' Kids nicht gewesen, hätte es ein Treffen gut situierter, älterer Damen und Herren werden können. Davon war nach dem gekonnten Auftritt der Mädchen und Jungen keine Rede mehr. Und schon gar nicht, als das jüngste Chormitglied zur ersten Ehrung des Tages im Rahmen der jährlichen Sängerkreisehrung auf die Bühne der vollen Aula in Plettenberg-Böddinghausen gebeten wurde: Max Nagelschmidt wurde für fünf Jahre Singetätigkeit im Meinerzhagener Kinderchor mit einer Ehrennadel in Bronze und einer Urkunde vom Vorsitzenden der Sängerjugend im Chorverband NRW, Thorsten Potthoff, geehrt.
    36 Sänger waren zur Ehrung angemeldet. Für langjährige Vorstandsarbeit standen fünf Ehrungen an. Der musikalische Einstieg, der ein Lächeln auf die Gesichter der Zuhörer zauberte und viel Spaß machte, kam von den S(w)ingin' Kids unter der bewährten Leitung von Christoph Ohm. Viel Beifall bekamen ebenso die Four Valleys für ihre mitreißenden und auch besinnlichen Liedvor-träge.
     Thorsten Potthoff, auch Ehrenvorsitzender des Sängerkreises Lüdenscheid, verlas das Grußwort des erkrankten Landrates Thomas Gemke: "Das Engagement in den Chören für Chorleiter, Vereinsvorstände und Helfer ist nicht selbstverständlich und stellt einen großen, oft zu niedrig eingestuften, Wert dar."
    Die Präsidentin des Chorverbandes NRW, Regina van Dinther, hob in ihrer Ansprache hervor, dass heute singende Erwachsene nach ihrer Erfahrung einst immer singende Kinder gewesen sind. Daher unterstrich sie die Wichtigkeit der Jugendarbeit an den Schulen und im Chorverband. Über die große Zahl der Jubilare freute sich der erste Vorsitzende des Sängerkreises Lüdenscheid, Rolf Ahrens. Gemeinsam mit Regina van Dinther und dem Kreisschatzmeister Sascha Benner ehrte er die Jubilare zwischen den Liedblöcken.

 

  

MGV Frohsinn bleibt optimistisch

Altenaer Kreisblatt

Mittwoch, den 06.02.2019

Hauptversammlung mit Ehrungen
 Mit 19 aktiven Sängern noch gut aufgestellt

                      
  Die "Weißen Raben" des MGV "Frohsinn"                           Treue Mitglieder bekamen eine Ehrenurkunde

                                                                                                                                                              Fotos: Wischmann

Nachrodt-Wiblingwerde
Der Männergesangverein Frohsinn Nachrodt 1904 wird auch weiterhin von seinem langjährigen 1. Vorsitzenden Werner Griesel geführt. Dies haben die Sangesbrüder am vergangenen Samstagnachmittag im evangelischen Gemeindehaus Nachrodt-Obstfeld entschieden.
    Die Wiederwahl erfolgte trotz der Ankündigung Griesels, eigentlich nicht mehr für den Vorsitz kandidieren zu wollen. Aus seiner Sicht würde der Verein aber nicht mehr existieren, da sich ansonsten niemand aus der Versammlung für die Position des 1. Vorsitzenden angeboten habe.
     Eine Veränderung gab es an der Stelle des 2. Vorsitzenden. Hier folgte Klaus Kirchhefer auf Jürgen Huwig, der sich nach 63 Jahren aus persönlichen Gründen als aktiver Sänger zurückziehen will ("Die Stimme ist nicht mehr, wie sie mal war").
    Darüber hinaus wurden Reiner Wittek (Schriftführer), Dieter Jochen (stellv. Schriftführer), Stefan Wolff (Schatzmeister) und Otto Mattke (stellv. Schatzmeister) in ihren Ämtern bestätigt. Als Notenwarte wurden Eddy Born und Otto Rudolph bestimmt.
    Auch Ehrungen, wie die der "Weißen Raben" für besonders fleißige Sänger, wurden an verdiente Mitglieder des Vereins vergeben. So hatte Siegfried Figge keine und Stefan Wolff lediglich eine Fehlstunde zu verzeichnen. Auf drei Fehlstunden kamen Dieter Danz, Reiner Wittek und Helmut Ziebach. Zudem bekam Erich Will die Ehrennadel mit Diamant für 50-jährige Mitgliedschaft, Friedrich Wilhelm Becker die Ehrennadel mit goldenem Halbkranz für seine 40-jährige Mitgliedschaft und Erich Schnepper die Ehrennadel mit silbernem Halbkranz für seine 25-jährige Mitgliedschaft zugesprochen.
    Es folgte der Jahresbericht. "Dieser hat wieder einmal deutlich gemacht, dass wir uns, trotz unseres nicht mehr ganz jugendlichen Alters keinerlei Zurückhaltung auferlegt haben. Alle Auftrittswünsche, die an uns herangetragen wurden, haben wir erfüllt Und genau von dieser Einstellung werden wir uns auch in diesem Jahr wieder leiten lassen."
    Als Beispiel dafür, dass der Männergesangverein Frohsinn sich auch weiterhin qualitativ sehen lassen könne, führte Werner Griesel den Reformationsgottesdienst am 31. Oktober vergangenen Jahres in der evangelischen Kirche an.
    Dieser Auftritt habe einen bleibenden Eindruck hinterlassen: "Nach dem Lied Jerusalem brandete plötzlich spontaner und lang anhaltender Applaus auf. Das ging unter die Haut und war Gänsehaut pur."
    Die Anzahl der aktiven Sänger betrage zurzeit 19, mit der Aussicht, dass ein ehemaliger Sänger möglicherweise wieder eintreten werde. "Andere Gesangvereine wären froh, wenn Sie diese Zahl wieder erreichen könnten."
    Zur Wahrheit gehöre aber auch, dass aktuell vier bis fünf Sänger aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Verfügung stünden. Hier habe der Verein aber bereits seine Vorkehrungen treffen können, jw

  

Vom Petersdom bis nach Rio

Giesener Anzeiger

Freitag, den 16.11.2018

Gesangverein „Cäcilia 1838" Lich
feiert am Samstag 180-jähriges Bestehen,
Ziel ist es, Tradition fortzuf
ühren

Der Gesangverein  "Cäcilia 1838" Lich im Jahr 1988

Von Hartmut Jung 

LICH
Auf geschichtsträchtige 180 Jahre Sängertradition kann der Gesangverein "Cäcilia 1838" Lich zurückblicken. Diese Tradition fortzuführen ist Ziel des Vereins. Das Jubiläum wird mit einem Herbstfest und dem 180. Stiftungsfest im Kultursaal des Bürgerhauses gefeiert.
    Am Samstag, 17. November, ab 19 Uhr singt der Gemischte Chor der Chorgemeinschaft Cäcilia und Frauenchor Lich sowie als Gastchor die Shanty-Crew der Marinekameradschaft Lich. Die "Fidelen Zwei" (Klaus Heller und Reinhard Weil) spielen zum Tanz auf. Alle Gäste werden als Karaoke-Solisten zum Mitsingen eingeladen, wobei die Liedtexte auf eine Leinwand projiziert werden damit alle mitmachen können.
    Erwartet wird auch Landrätin Anita Schneider, die an diesem Abend einen Ehrenbrief des Landes Hessen für besondere Verdienste ums Gemeinwohl überreichen wird.
    Vor 180 Jahren begann alles, denn "Sattler Reuß der Vornehme", regte die Gründung eines Männergesangvereins an. Sein Vorschlag fiel auf fruchtbaren Boden. Am 22. November 1838 trafen sich 80 Männer im Gasthaus Einhorn, dem heutigen Schloßcafe, um einen Singverein zu gründen. Nach der Übernahme der von Heinrich Neeb ausgearbeiteten Statuten, wurde Stiftslehrer und Organist Philipp Anthes erster Vorsitzender. Der junge Verein gab sich den Namen "Cäcilien-Verein", welcher an Cäcilia, Schutzpatronin der Musik, erinnern sollte.
    Man gehörte im Jahre 1858 in Butzbach zu den Gründern des deutschen Sängerbundes, der kurz darauf in Lahntal-Sängerbund umbenannt wurde und bis 2011 Bestand hatte. Die heute noch verwendete Fahne wurde 1907 mit einer Fahnenweihe auf dem Hardtbergfestplatz geweiht. 1914 war ganz Lich auf den Beinen, denn man war Gastgeber des 30. Bundesfestes des Lahntal-Sängerbundes. Doch die Feststimmung währte nur kurz, denn kurz darauf brach der Erste Weltkrieg aus, der zwölf Mitglieder das Leben kostete.
    Beim Neübeginn der "Cäcilia" im Jahre 1925 ernannte man Karl Lotz zum Vorsitzenden, der in den Folgejahren für die Festlichkeiten des 90. und 100. Jubiläums verantwortlich war. In dieser Zeit entwickelte sich auch eine Sängerfreundschaft mit dem MGV "Frohsinn" Nachrodt, die bis heute Bestand hat ( 90 Jahre ! ).
    In den 30er Jahren wurde der Verein, der sich politischer Neutralität verschrieben hatte, Teil politischer Auseinandersetzungen, denn man musste dem vereinsfremden Gauleiter die Vizepräsidentschaft überlassen, um das Fest des 100-jährigen Jubiläums feiern zu dürfen.
    Die Folgejahre nach dem Zweiten Weltkrieg wurden allerdings wieder durch Musik bestimmt. Die Singstunden fanden ab dieser Zeit im Bürgersaal statt. Die "Cäcilia" durfte sich 1947 im Hessischen Rundfunk gesanglich präsentieren und 1950 fand der erste "Cäcilianische Maskenball" statt. 1957 erhielt der Verein die Zelter-Plakette und konnte 1963 ein großes Fest anlässlich des 125-jährigen Jubiläums feiern. Ein Chorwettbewerb und eine Ausstellung im Heimatmuseum waren Schwerpunkte des 150. Jubiläums 1988.
    Ab den 1990er Jahren blieb die "Cäcilia" von der negativen Entwicklung mit ausbleibendem Nachwuchs bei den Gesangvereinen nicht verschont. Waren es 1988 noch fast 100 Sänger, sang die Mitgliederzahl in den folgenden Jahren weiter, was den Aktivitäten allerdings keinen Abbruchtat. Gemeinsam mit dem hinzugekommenen gemischten "Kleinen Chor" unternahm die "Cäcilia" etliche Konzertreisen.
    Höhepunkte waren Fahrten an den Wörthersee und nach Wien, in die Toskana, nach Maribor und Budapest sowie in Lichs Partnerstadt Dieu-lefit. Als besonderes Highlight fand 1994 eine 16-tägige Konzertreise durch Brasilien statt. Auftritte hatte der Chor in den Bundesstaaten Rio Grande do Sul, Santa Catarina, Parana und in Rio de Janeiro. 2007 bereiste man Italien, Konzerte in einigen Kirchen Roms und die Mitgestaltung einer Heiligen Messe im Petersdom des Vatikans waren hier die Höhepunkte.
    Nachzulesen ist die gesamte Historie des Vereins und seine Aktivitäten in einer 72-seitigen Festschrift, die anlässlich des 175-jährigen Bestehens herausgegeben wurde.
    Seit 2014 singt der Gesangverein "Cäcilia" als Chorgemeinschaft mit dem Frauenchor Lich, dirigiert von Chorleiter Hermann Jung. Zum festen Programm gehören seit Jahren Auftritte in der historischen Fachwerkstadt, im Kloster Arnsburg und bei Veranstaltungen des "Chattia"-Sängerbundes. So hofft der Vorstand um seinen Vorsitzenden Helmut Köstler, dass der Feier zum 180. Bestehen noch viele weitere folgen mögen.

  

Unspektakulär - und doch so perfekt

Altenaer Kreisblatt

Montag, den 17.09.2018

„Lenne lebt“: „Nirgendwo ist es so schön wie in Nachrodt“.          Das war ein Fest für die ganze Familie.  

Musik gab es auch. Zum Beispiel vom MGV "Frohsinn"   © Fischer-Bolz

Nachrodt-Wiblingwerde   
Es ist ein Band der Verbindung. Ein Tag zum Jubeln. Eigentlich unspektakulär – und doch so perfekt, dass er nicht schöner sein könnte. Der Lenne lebt-Tag in Nachrodt ist ein Aushängeschild für Fröhlichkeit, freundliches Miteinander und Beisammensein. Das lässt sich niemand entgehen.

„Nirgendwo ist Lenne lebt so schön wie in Nachrodt“, strahlte Bürgermeisterin Birgit Tupat. Wie wahr. Es war ein Kommen und Gehen am Lenneufer, wo bereits zum ökumenischen Gottesdienst ein buntes Treiben herrschte. „Danke für diesen guten Morgen“, sangen die Kinder des Grundschul-Chores und versteckten sich aufgeregt hinter ihren Notenblättern. Tiefgründig und aufrüttelnd-positiv war der liebevoll vorbereitete Gottesdienst, in dem Kinder in einem Boot das Miteinander und Füreinander im Kleinen und Großen thematisierten.

Wenig später gab es einen Run auf die Stände, die alle mit bunten Schirmen ausgestattet waren. Das Autorenteam „Sargfabric“ freute sich, dass der Krimi „Der Tote in der Lenne“ begeistert gekauft wurde. Gleich nebenan gab es Currywurst und Pommes vom Bürgerbad, das auch einen Ballon-Wettbewerb startete. Es duftete allerorts – zum Beispiel am Crêpes-Stand von Aykut Aggül ganz am Ende der Meile, oder beim Café Klunterbunt, wo 250 Reibekuchen freudige Abnehmer fanden. Der Heimatverein hatte Quiche in verschiedenen Kreationen im Angebot. Dass Jan Schneider auch im größten Trubel liebevoll Burger zaubern kann, gefiel ebenso am Stand des Fördervereins der Löschgruppe Nachrodt wie die Kuchen und Torten nebenan. Selbstgemachte Zitronenlimonade präsentierte am herrlich-bunten Stand die Grundschule Nachrodt, während die Zehntklässler der Sekundarschule mit dem Verkauf von alkoholfreien Cocktails die Kasse für ihre Abschlussfeier auffüllten.

„Lenne lebt“ war gestern (16. September) ein Fest für die ganze Familie. Die Kleinen tobten beim Jugendzentrum oder beim Bungeerun der freien evangelischen Kirchengemeinde. Es gab Kinderschminken von der Awo-Kita und als absolutes Highlight eine Negerguss-Wurfmaschine vom Turnverein Wiblingwerde.

Dass viele Bälle das Zelt des Heimat- und Bürgerbusvereins trafen, nahmen alle Beteiligten gelassen. Dort wurde übrigens ein trockener, würziger Wein aus der Pfalz gereicht, der eigens ein eigenes Etikett „Lenneburgunder“ bekommen hatte.

Und sonst? Gab es gleich zwei Rateaktionen. Die SPD hatte „Entchen“, die Provinzial „Pferdchen“. Wie viele waren jeweils im Glas? Die CDU setzte auf Altbewährtes: Es gab Eis – und natürlich kam dies bei strahlendem Sonnenschein super an. Schade war, dass die türkische Gemeinde ihr Kommen kurzfristig abgesagt hatte. Gerade auf die Spezialitäten hatten sich viele Besucher gefreut. Musikalisch sorgten die Männergesangsvereine aus Wiblingwerde und Nachrodt, die Ventilisten und die Band Acoustic Comfort für schöne Unterhaltung.

  

Karlfried Murza singt seit sechs Jahrzehnten mit

Altenaer Kreisblatt

Montag, den 29.01.2018

Mitgliederversammlung 2018

Die "weißen Raben": Stefan Wolff, Jürgen Huwig und Edmund Born (v.l.)
bekamen von Werner Griesel ein Präsent.

NACHRODT-WIBLINGWERDE -
Karlfried Murza ist des Singens nie müde geworden im MGV Frohsinn: Wahrhaftig sechs Jahrzehnte lang ist er dem Herrenchor treu und verpasst kaum Chorstunden und Auftritte.
    Davon gab es 2017 reichlich - obwohl aktuell nur noch 20 Sänger aktiv mitwirken können. "Quantitativ mögen wir wenig sein, qualitativ aber haben wir noch viel zu bieten", erklärte Vorsitzender Werner Griesel.
    Einen guten Chorleiter und ein anständiges Stimmbildungsseminar leistet sich der MGV Frohsinn immer noch - weshalb die Nachrodter Sänger noch immer eine sehr gefragte Gruppe sind. Klaus Kirchhefer, der am Samstagabend in der Rastatt ein paar Worte als Wahlleiter sprach, zeigte sich beeindruckt: "Wir waren doch fast jede Woche unterwegs", richtete er anerkennend das Wort an seine Mitstreiter, nachdem Schriftführer Reiner Wittek den umfangreichen Jahresbericht verlesen hatte.
    Das ist auch den besonders treuen Mitgliedern zu verdanken. Nicht nur Karlfried Murza bekam eine Urkunde ausgehändigt, sondern auch Günter Schiemann für 25-jährige Mitgliedschaft als aktiver Sänger. Darüber hinaus gibt es auch sehr treue inaktive Mitglieder und Förderer: 60 Jahre ist Otto Kling dabei und Jochen Bahr und Anne Gesine Fäsing sind seit 40 Jahren Mitglied. Besonderes Lob kam auch Stefan Wolff zu, der die Liste der "weißen Raben" anführt mit Null Fehlstunden im Probenjahr 2017. Ein Weinpaket überreichte Vorsitzender Werner Griesel auch an Edmund Born und Jürgen Huwig, die zwei Mal gefehlt hatten und damit auch noch einen Platz auf dem Siegertreppchen der fleißigsten Sänger bekommen hatten.
    Gefeiert wird in diesem Jahr noch ein besonderes Treuejubiläum: Die 90-jährige Freundschaft zum GV Cäcilia Lich. Die beiden Chöre lernten sich 1928 bei einem Sängerwettstreit kennen, den die Frohsinn-Sänger in Lich besucht hatten. Darauf folgten zahlreiche weitere Besuche und Gegenbesuche. Die Licher Sänger existieren mittlerweile nicht mehr als reiner Männergesangsverein, sondern als gemischter Chor. Das Treffen zum 90. Geburtstag der Sängerfreundschaft findet am 23. Juni auf halber Strecke am Edersee statt. Einer Besichtigung von Schloss Waldeck schließt sich eine Schifffahrt an.
    Zu einem weiteren Freundschaftstreffen brechen die Frohsinn-Sänger am 24. März auf, wenn der Oesetaler Frauenchor zum Konzert einlädt. Am 1. Mai ist der Frohsinn beim Ansingen des Wonnemonats in Wiblingwerde dabei. Zudem hat der Heimat- und Verkehrsverein die Sänger fürs Erntedankfest am 30. September gebucht.
    Unverändert bleibt die Vorstandsbesetzung: En bloc wiedergewählt wurden Werner Griesel (1. Vorsitzender), Jürgen Huwig (2. Vorsitzender), Stefan Wolff (Schatzmeister), und Reiner Wittek (Schriftführer). Auch alle Stellvertreter wurden im Amt bestätigt.

  

Frohsinn freut sich auf Aktivitäten

Altenaer Kreisblatt

Mittwoch, den 10.01.2018

Sitzungen, Frühlingssingen, Sängerfreundschaft

NACHRODT-WIBLINGWERDE -
Der MGV Frohsinn Nachrodt beendet seine Weihnachtspause. Die erste Chorprobe findet am morgigen Donnerstag ab 19.30 Uhr im Vereinslokal Rastatt statt.
Weitere Termine: Sonntag, 21. Januar, ab 10 Uhr erweiterte Vorstandssitzung in der Rastatt. Am Samstag, 27. Januar, findet ab 17 Uhr in der Rastatt die Mitgliederversammlung statt.
    Außerdem wollen der MGV Frohsinn und der GV Cäcilia Lich aus Hessen in diesem Jahr ihre 90-jährige Sängerfreundschaft feiern, wahrscheinlich am Edersee. Ein erstes vorbereitendes Gespräch der Vorsitzenden findet am kommenden Samstag auf "halber Strecke" in Siegen-Netphen statt. Ergebnisse werden dann während der nächsten Chorprobe mitgeteilt.
    Und: Eine Einladung zum traditionellen Frühlingssingen beim Oesetaler Frauenchor in der Festhalle in Hemer-Becke am 24. März, bei dem der MGV mit einigen "flotten Liedern" zum Gelingen der Veranstaltung beitragen soll, wurde ebenfalls schon angenommen.